Schulgeld-Entlastung kommt

Landtagsabgeordneter Radlmeier bei der Berufsfachschule der Ludwig-Fresenius-Schulen in Landshut

26.07.2019 | Landshut.
(v.l.): Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Fresenius-Regionalleiter André Eichermüller und Landshuts Schulleiter Dr. rer. medic. Jürgen Baier.
(v.l.): Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Fresenius-Regionalleiter André Eichermüller und Landshuts Schulleiter Dr. rer. medic. Jürgen Baier.

Bereits seit über 20 Jahren begleitet die private Berufsfachschule der Ludwig-Fresenius-Schulen in Landshut Jugendliche auf ihrem Weg ins Berufsleben als Physiotherapeut. Bei seinem Besuch lernte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) die Stärken der Schule kennen – und hatte selbst eine gute Nachricht im Gepäck.

Schulleiter Dr. rer. medic. Jürgen Baier und Regionalleiter André Eichermüller zeigten dem Landtagsabgeordneten bei einem Rundgang die Räumlichkeiten der Schule in der Porschestraße. Schon seit 1996 werden hier Physiotherapeuten ausgebildet. Und das mit großem Erfolg: Die Absolventen der Schule sind nicht nur in der Region Landshut heiß begehrt, mancher ehemalige Schüler landet als Physiotherapeut auch an so namhaften Adressen wie der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft und beim FC Bayern München. Jürgen Baier und André Eichermüller erläuterten, dass praxiserfahrene Dozenten den Unterricht gestalten und stets aktuelle medizinische und therapeutische Erkenntnisse in die Lehre mit einfließen. Praktika in nahegelegenen Kliniken und Praxen gehören ebenfalls zu den festen Bestandteilen der Ausbildung. Zudem gestalten die Jugendlichen mit Eigeninitiative und Ideen ihre Ausbildung aktiv mit.

Familiärer Charakter

Was die Schule so besonders macht, ist das familiäre Klima, das dort herrscht. Egal ob Schüler oder Lehrer: „Jeder ist hier mit vollem Eifer dabei“, betonte Baier, der von Anfang an am Standort Landshut tätig ist. Der gute Ruf der Schule hat sich herumgesprochen: Jedes Schuljahr verzeichne man deutlich mehr Bewerber als Plätze, konnte Schulleiter Baier erfreut berichten. So mancher ehemalige Schüler arbeite mittlerweile als Dozent an der Schule. Regionalleiter Eichermüller informierte, dass sich auch die Fresenius-Schule in Landshut sehr wohl fühlen würde: „Landshut ist für uns als Standort ideal. Wir planen deshalb, die Schule in den nächsten Jahren zu modernisieren oder vielleicht sogar zu expandieren“.

Entlastung beim Schulgeld

Denn der Bedarf an gut ausgebildeten Physiotherapeuten sei enorm. Diesen Mangel müsse man aktiv angehen, bekräftigte Helmut Radlmeier, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Pflege. „Wir Gesundheitspolitiker der CSU im Landtag wollen das Berufsfeld attraktiver machen. Dazu gehört auch die Schulgeldfreiheit. Die haben wir bereits im März letzten Jahres gefordert“, so Radlmeier. Die gute Nachricht: Die Entlastung beim Schulgeld kommt. „Auf den Bund konnten wir nicht länger warten. Deshalb geht der Freistaat nun voran und hat den Gesundheitsbonus eingeführt“, unterstrich der Abgeordnete. Der Freistaat stellt den Schulträgern hierbei einen klassenbezogenen Zuschuss neben der staatlichen Schulfinanzierung zur Verfügung. 99 Prozent der Berufsfachschulen in Bayern haben sich nun entschieden, den Gesundheitsbonus anzunehmen und damit kein Schulgeld mehr zu erheben.

Der staatliche Bonus sei im ersten Schritt gut und gebe den Schulen die so wichtige „Planungssicherheit“. Damit falle eine große Hürde. Einige Haken gebe es aber noch: „Wir wissen noch nicht, wann der Gesundheitsbonus ausgezahlt wird. Wir als Schule überlegen uns in Vorleistung zu gehen, da sich die Auszahlung des Zuschusses möglicherweise noch weiter verzögern könnte. Wir wollen die zahlenden Eltern und Schüler nicht länger finanziell belasten.“, meinte Eichermüller.

Zudem werde der Gesundheitsbonus für sogenannte genehmigte neue Schulen bis zur staatlichen Anerkennung lediglich zu 65% gewährleistet, was die Weiterentwicklung neuer Bildungsangebote für die dringend benötigten Absolventen von Therapieschulen im Gesundheitsbereich hemme.

Radlmeier sicherte zu, sich an das zuständige Kultusministerium zu wenden, damit die vom Landtag bereitgestellten Gelder bald an den Schulen ankommen. Lob gab es für die Politik auch mit Blick auf die Digitalisierung des Unterrichts in Bayern: „Das Digitalbudget des Freistaates ist gut“, lobte Eichermüller. Nun könne man digitale Angebote wie etwa Anatomie-Apps nutzen und damit die Ausbildung der angehenden Physiotherapeuten noch weiter verbessern, so Baier.