„Mehr daraus machen“

VHS Landshut geht neue Wege – Schützenhilfe vom Landtag

10.09.2019 | Landshut.
Der Landshuter CSU-Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier (l.) und der neue Vorsitzende der VHS Landshut Robert Kloss sprachen über die Zukunftspläne der VHS und deren finanzielle Absicherung.
Der Landshuter CSU-Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier (l.) und der neue Vorsitzende der VHS Landshut Robert Kloss sprachen über die Zukunftspläne der VHS und deren finanzielle Absicherung.

Die Volkshochschule (VHS) Landshut hat mit Robert Kloss einen neuen Vorstand. Und der hat einiges vor, wie der CSU-Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier bei seinem Antrittsbesuch erfuhr. Eine bessere finanzielle Unterstützung durch den Freistaat kommt da gerade recht.

Dank dem neuen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz, das der Bayerische Landtag im vergangenen Jahr verabschiedet hat, investiert der Freistaat verstärkt in Bildungsangebote für Erwachsene. Im Frühjahr hatte es zwischenzeitlich aber schlecht für die Volkshochschulen in Bayern ausgesehen: Im Haushaltsentwurf der Staatsregierung waren, entgegen einem entsprechenden Landtagsbeschluss, weitaus weniger Mittel vorgesehen. „Wir konnten hier zum Glück rasch nachbessern“, erläuterte Helmut Radlmeier im Gespräch mit Robert Kloss. „Die Finanzierung der Erwachsenenbildung steht damit wieder auf einer sehr guten Basis. Die Volkshochschulen haben somit Planungssicherheit“, so der Abgeordnete. Dank der Änderung wird 2019 bei der Erwachsenenbildung eine Lücke von 300.000 Euro und 2020 eine von rund 4,5 Millionen Euro geschlossen.

Ideen sind da

Der Bedarf für die zusätzlichen Mittel ist im Falle der VHS Landshut, eine der ältesten in Deutschland, auf jeden Fall da, wie Kloss erläuterte. Obwohl erst seit kurzem im Amt, haben der neue Vorsitzende und seine Vorstandschaft eine ganze Reihe von Ideen. Die Aufgaben in der Vorstandschaft habe man klar strukturiert. Jeder habe seinen Bereich, den man aktiver anpacken wolle. Grundsätzlich wolle man den Verein stärken. Die Mitgliedschaft werde man mit einem echten Mehrwert verknüpfen, um so attraktiver zu werden. Außerdem wolle man in der Öffentlichkeit präsenter werden, um noch mehr im Stadtleben eingebunden zu sein. „In der VHS läuft eigentlich alles sehr gut. Rund 30.000 Kursteilnehmer pro Jahr, 75 Mitarbeiter und 650 freiberufliche Dozenten belegen das. Aber wir wollen noch mehr daraus machen“, fasste Kloss zusammen. Auch baulich stehe in naher Zukunft einiges an: Im Vortragssaal sei es im Sommer unerträglich heiß, weshalb eine Klimaanlage eingebaut werden müsse. Gleichermaßen stünden in der Küche bauliche Ertüchtigungen an.

Herausforderung Generalistik

Am bewährten Angebot wird sich aber nichts ändern. Mit Blick auf die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung ab 2020 werde die VHS noch die ein oder andere Herausforderung stemmen müssen. Durch die sog. Generalistik werden die drei Pflegeberufe zum Gesundheits- und Krankenpfleger, zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und zum Altenpfleger gemeinsam ausgebildet. Bisher wurden sie getrennt ausgebildet. Die VHS Landshut sei hier bereits im Gespräch mit zwei Kooperationspartnern, um die Ausbildung auch künftig anbieten zu können. 
Weiter im Angebot halten möchte Kloss auch das sog. „Modell Landshut“. Hier bietet die Volkshochschule Landshut seit 2001 Jugendlichen ohne oder mit schlechtem Schulabschluss in einem einjährigen Projekt die Chance zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration. Es ist für diese Jugendlichen oft die letzte Chance, ihre beruflichen Aussichten zu verbessern. Laut Kloss sei dies bestens angelegtes Geld. Denn gerade die Investitionen in die Ausbildung junger Leute sei enorm wichtig. Er hoffe deshalb sehr, dass Stadt und Landkreis Landshut das Modell fortführen.
Hochwertige Bildungsangebote quer durch die Bevölkerung seien es, was die VHS auszeichnet, lobte Radlmeier. Ihn freue es, dass die neue Vorstandschaft mit frischen Ideen den Verein weiter voranbringen wolle, so der Abgeordnete.