Corona-Abstriche selbst auswerten

Landtagsabgeordneter Radlmeier beim neuen Lakumed-Geschäftsführer Jakob Fuchs

24.06.2020 | Landshut.
Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (r.) und der neue Geschäftsführer der Lakumed-Kliniken Jakob Fuchs sprachen im Krankenhaus Achdorf über laufende Baumaßnahmen und die Bewältigung der Corona-Pandemie in den Lakumed-Kliniken.
Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (r.) und der neue Geschäftsführer der Lakumed-Kliniken Jakob Fuchs sprachen im Krankenhaus Achdorf über laufende Baumaßnahmen und die Bewältigung der Corona-Pandemie in den Lakumed-Kliniken.

In der Corona-Krise ist Zeit ein wichtiger Faktor. Je schneller man Infektionsherde ausmachen könne, umso schneller könne man handeln - das betonte der neue Geschäftsführer der Lakumed-Kliniken Jakob Fuchs im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU). Vor allem dank einer Neuerung könne man künftig im Krankenhaus Landshut-Achdorf schneller reagieren.
 

Für den Antrittsbesuch beim neuen Lakumed-Geschäftsführer hatte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtags eigentlich ganz andere Themen vorgesehen. Doch die Corona-Pandemie und deren Bewältigung stand auch bei diesem Arbeitsgespräch ganz im Mittelpunkt. Auch Fuchs hatte sich seinen Start als Geschäftsführer ganz anders vorgestellt, wie er Radlmeier schilderte. Dank der guten Zusammenarbeit der ganzen Mannschaft sei mit der Bewältigung der Corona-Pandemie eine große Aufgabe gemeistert worden, so Fuchs. „Wir haben schnell gehandelt und rasch einen eigenen Corona-Krisenstab im Haus eingesetzt.“
 
Fuchs stellte die Bedeutung des Zeit-Faktors heraus: „Je früher ich weiß, ob jemand mit Corona infiziert ist, desto besser ist es. Deshalb werden wir einen Teil der Corona-Abstriche ab jetzt selbst auswerten.“ Bisher habe man mit einem externen Labor zusammengearbeitet und hätte teilweise 3-4 Tage auf das Ergebnis warten müssen. „Das schaffen wir nun in 3-4 Stunden“, so Fuchs. Um die hohen Anforderungen dafür zu erfüllen, habe man das hauseigene Labor entsprechend nachgerüstet. Sowohl Patient als auch die behandelnden Personen hätten damit rasch Klarheit, was mehrere Vorteile mit sich bringe. Bestätige sich der Verdacht nicht, müsse man den Patienten zum Beispiel nicht mehr extra isolieren.
 
Geburtshilfe im Aufschwung 
 
Aktuell gebe es zum Glück nur noch wenige Corona-Fälle, sodass man in den einzelnen Häusern Schritt für Schritt Richtung Normalbetrieb gehe, so Fuchs. In Vilsbiburg gebe es erfreuliche Nachrichten: Nachdem in der Vergangenheit wegen Personalmangel am Krankenhaus Vilsbiburg nicht rund um die Uhr Geburten stattfinden konnten, gehe es nun mit einem neuen Hebammenteam bergauf. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: „Wir haben in Vilsbiburg aktuell 50 Prozent mehr Geburten als im Vorjahr“, freute sich Fuchs.
 
Bauprojekte schreiten voran
 
Positiv entwickle sich außerdem der neue Funktionstrakt am Krankenhaus Vilsbiburg, so Fuchs. Dieser wird das bestehende Gebäude erweitern und einen Operationsbereich, eine Intensivstation und eine Zentralsterilisation aufnehmen. In einem zweiten Bauabschnitt ist eine Generalsanierung vorgesehen. Am Krankenhaus Landshut-Achdorf würden derweil die Arbeiten am neuen Bettenturm weitergehen. Anfang nächsten Jahres wolle man damit fertig sein. Sobald die neuen Zimmer bezugsfertig sind, werde der Bestandsturm in Angriff genommen und in zwei Bauphasen saniert.
 
„Die Bauprojekte in Vilsbiburg und Achdorf wären ohne die Fördermittel des Freistaats nicht zu stemmen“, hielt Fuchs fest. „Es freut mich, dass die Mittel auch in der Region Landshut zum Tragen kommen“, so Radlmeier. „In Bayern fließt viel Geld in unsere Krankenhäuser. Vor zwei Jahren haben wir den jährlichen Etat zusammen mit den Kommunen auf 643 Millionen Euro erhöht“, so der Abgeordnete.