Nach der Sanierung ist vor der Sanierung

Landtagsabgeordneter Radlmeier bei Hl. Geistspitalstiftung Landshut

11.09.2020 | Landshut.
Das Magdalenenheim soll erweitert werden. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (3.v.r.), Stiftungsverwalter Dieter Groß (2.v.r.), Stadtkämmerer Klaus Peißinger (3.v.l.) zusammen mit den Planern beim Arbeitstreffen.
Das Magdalenenheim soll erweitert werden. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (3.v.r.), Stiftungsverwalter Dieter Groß (2.v.r.), Stadtkämmerer Klaus Peißinger (3.v.l.) zusammen mit den Planern beim Arbeitstreffen.

Die Hl. Geistspitalstiftung steht vor großen Aufgaben: Nachdem man die Herausforderung Corona in den beiden stiftungseigenen Pflegeheimen Hl. Geistspital und Magdalenenheim gut gemeistert hat, steht man jetzt rund um die Stiftungsheime vor großen Baumaßnahmen. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) besprach mit Stiftungsverwalter Dieter Groß und Stadtkämmerer Klaus Peißinger in einem Fachgespräch die Fördermöglichkeiten.  

Dieter Groß schilderte, dass die Coronazeit bisher keine leichte war. „Wir haben aber ein sehr gutes Team. Wir haben alle zusammengeholfen. So konnten wir die notwendigen Maßnahmen alle gut umsetzen“, so Groß. Für die Bewohner sei es schlimm gewesen, anfangs gar keinen Besuch empfangen zu dürfen. „Das Verständnis dafür war aber sehr groß“, betonte Einrichtungsleiterin Jadranka Zizak. Um trotz Beschränkungen den Kontakt aufrechtzuerhalten, hätten die Mitarbeiter Ideenreichtum bewiesen: „Not macht erfinderisch. Mit Laptop und Skype ermöglichten wir Kontakt zu den Liebsten“, erläuterte Groß. Außerdem habe man im Freien Gespräche möglich gemacht. Der Einsatz und Aufwand habe sich gelohnt. Bisher hätte man keinen Coronafall zu beklagen, während man zugleich die Einschränkungen für die Bewohner und Besucher niedrig gehalten habe.

Generalsanierung steht an

„Wir achten sehr auf unsere Bewohner“, versicherte Groß. Das gelte auch für die baulichen Aspekte. Deshalb wurde im Magdalenenheim im Jahr 2014 begonnen, im Zuge der Brandschutzsanierung eine umfangreiche Generalsanierung im laufenden Betrieb durchzuführen. Diese wird in Bälde mit der Restaurierung der Turmkuppel auf dem Altbau des Magdalenenheimes abgeschlossen sein. Die Kosten von rund acht Millionen Euro würden ausschließlich durch die Hl. Geistspitalstiftung Landshut getragen.

Zudem sei beim Heilig-Geist-Spital eine umfangreiche Generalsanierung erforderlich. Die unaufschiebbaren Brandschutzmaßnahmen wurden bereits durchgeführt. Jetzt stünde die eigentliche Generalsanierung an. Diese könne aber nicht im laufenden Betrieb stattfinden. Doch wohin mit den Bewohnern? Die Lösung, die sich die Spitalstiftung überlegt hat: Das Magdalenenheim wird erweitert.

Ein Ersatzneubau muss her

Ein dreigeschoßiger Anbau soll jeweils sieben barrierefreie Zimmer pro Etage beherbergen, also insgesamt 21 Wohnräume bieten. Dort sollen die Bewohner des Heilig-Geist-Spitals untergebracht werden, während es Abschnitt für Abschnitt saniert wird. In ihrem vorübergehenden neuen Zuhause müssten die Bewohner auf nichts verzichten. Ganz im Gegenteil: Die Zimmer würden mit Gartenterrasse oder Balkonen ausgestattet und nach allen modernen Standards ausgestattet. Die bestehende Kneippanlage im Garten würde auf das oberste Geschoss wandern. Die geschätzten Kosten für den Anbau: Rund sieben Millionen Euro.

„Eine Baumaßnahme mit Weitblick“, befand Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier. Damit schlage man zwei Fliegen mit einer Klappe, so der Abgeordnete: „Zum einen findet man eine vernünftige Lösung für die Zeit der Generalsanierung. Zum anderen haben wir dadurch in Landshut künftig mehr Pflegeplätze – was dringend nötig ist“, unterstrich Radlmeier, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag. Eine Herausforderung des Großprojekts sei, wie so oft, die Finanzierung, war man sich einig. Radlmeier sicherte daher zu, sich für eine Förderung durch den Freistaat einzusetzen.