Nahtloser Weiterbau

Hohe Fördersumme: 2. Bauabschnitt der Bettenhäuser genehmigt

26.07.2021 | Josef Amann
Für den Neubau der Bettenhäuser am Klinikum laufen bereits die Vorarbeiten. André Naumann, Interims-Geschäftsführer des Klinikums, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (rechts) freuen sich darüber, dass nun auch die Förderung für das zweite Bettenhau
Für den Neubau der Bettenhäuser am Klinikum laufen bereits die Vorarbeiten. André Naumann, Interims-Geschäftsführer des Klinikums, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (rechts) freuen sich darüber, dass nun auch die Förderung für das zweite Bettenhau

Drei neue Bettenhäuser soll das Klinikum Landshut erhalten. Dabei sind die Bauarbeiten für die ersten beiden Häuser eng miteinander verzahnt. Allerdings stand die entscheidende Förderzusage des Freistaats für das zweite Bettenhaus bislang aus. Doch jetzt steht fest: Das Klinikum erhält aus dem Jahreskrankenhausbauprogramm 2023 eine Förderung in Höhe von 34,55 Millionen Euro – das ist die zweithöchste Summe, über die der Ministerrat nun für 2023 entschieden hat. Der Neubau der Bettenhäuser kann somit nahtlos weitergehen.

Die in die Jahre gekommenen Bettenhäuser des Klinikums werden nach und nach abgerissen und durch neue ersetzt. Die Vorarbeiten für das erste Haus laufen bereits seit 2018. Die Küche und weitere, kleinere Gebäude auf der Westseite des Klinikums wurden abgerissen. Auch die Technikzentrale wurde verlagert. Mitte 2024 soll das erste Bettenhaus dann fertig sein.

Eng mit diesem Bau verzahnt ist der 2. Bauabschnitt, der die Errichtung des zweiten Bettenhauses vorsieht. „Der 2. Bauabschnitt wird an den 1. Bauabschnitt direkt angebaut und bildet nach Errichtung eine bauliche und funktionelle Einheit mit dem 1. Bauabschnitt. Da der 2. BA unmittelbar auf einem Verbindungsbauwerk des 1. BA aufsetzt, kommt es bautechnisch als auch betrieblich zu engen Verzahnungen. Um teure Provisorien zu vermeiden, ist ein durchgängiger Baufortschritt essenziell“, erläutert André Naumann, Interimsgeschäftsführer des Klinikums, die Hintergründe.
Für den 2. Bauabschnitt hatte das Klinikum eine Förderung beim Freistaat Bayern beantragt, kam in dem dazugehörigen Jahreskrankenhausbauprogramm, das die geförderten Baumaßnahmen der Kliniken in Bayern umfasst, aber zunächst nicht zum Zuge. Das Klinikum bat deshalb im vergangenen Jahr den Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bayerischen Landtags um Unterstützung.

Radlmeier, der sich schon für eine Förderung des 1. Bauabschnitts eingesetzt hatte, sicherte seinerzeit seine Unterstützung zu und warb in München für die Aufnahme des 2. BA in das Jahreskrankenhausbauprogramm. Aus der heutigen Kabinettssitzung kam nun die erlösende Nachricht: „Der Ministerrat hat heute die Aufnahme des 2. Bauabschnitts in das Programm beschlossen. Damit kann der Neubau der Bettenhäuser nahtlos weitergehen“, freut sich Radlmeier. Auch Oberbürgermeister Alexander Putz, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums ist, zeigt sich hocherfreut: „Der Neubau der Bettenhäuser ist für die Stadt ebenso wie das Klinikum ein Großprojekt mit weitreichender Bedeutung. Mit der Zusage aus München haben wir nun Planungssicherheit auch für den zweiten Bauabschnitt.“

„Darauf haben wir sehnsüchtig gewartet. Dank der Zusage haben wir jetzt die dringend benötigte Planungssicherheit“, hält Interims-Geschäftsführer Naumann fest. Mit der jetzt erfolgten Zusage habe man einen ganz wichtigen Meilenstein erreicht, sind sich Naumann und Radlmeier einig.
Insgesamt investiert der Freistaat in den nächsten Jahren bis 2025 rund 346 Mio. Euro. Für die Finanzierung von 14 neuen Krankenhausbauvorhaben mit Schwerpunkt im ländlichen Raum hat der Ministerrat nun den Startschuss gegeben. Die Baumaßnahmen am Klinikum sieht das Kabinett in einer Reihe mit „herausragenden Projekten“.