„Orte der Bildung und Begegnung“

Abgeordnete Hopp und Radlmeier in der Bibliothek Obersüßbach

16.08.2021 | Obersüßbach.
Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp (CSU, l.), Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbandes (BBV), Dr. Claudia Maria Pecher (2.v.l.), Leiterin der Landesfachstelle für Bibliotheken des Sankt Michaelsbund in Bayern, und Landtagsabgeordneter Helmut R
Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp (CSU, l.), Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbandes (BBV), Dr. Claudia Maria Pecher (2.v.l.), Leiterin der Landesfachstelle für Bibliotheken des Sankt Michaelsbund in Bayern, und Landtagsabgeordneter Helmut R

„Büchereien sind Orte der Bildung – aber auch der Begegnung“. Das betonten die Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp und Helmut Radlmeier (beide CSU) bei ihrem Besuch der Gemeindebücherei Obersüßbach. Hopp, Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbandes (BBV), und Dr. Claudia Maria Pecher, Leiterin der Landesfachstelle für Bibliotheken des Sankt Michaelsbund in Bayern, touren derzeit auf der Suche nach ganz besonderen Büchereien durch Bayern.

Mit welchen Konzepten werden Büchereien im Freistaat betrieben? Welche Ideen werden verwirklicht – und welche Hindernisse bauen sich unter Umständen auf? Um das herauszufinden, besuchen Hopp und Pecher bayernweit verschiedenste Büchereien. Die Suche nach Antworten führte die beiden nun nach Obersüßbach. Die Obersüßbacher Bücherei ist zwar eine der kleinsten in der Region – hat aber dennoch einiges zu bieten, wie Pecher, Hopp und Radlmeier erfuhren. Die drei Gäste wurden von 1. Bürgermeister Michael Ostermayr, 2. Bürgermeister Helmut Liewald und Büchereileiterin Sabine Vorlaufer mit ihrem achtköpfigen Team durch die Räumlichkeiten geführt.

Vorlaufer schilderte den Besuchern die noch junge Geschichte der Einrichtung: Zunächst wurde die Bücherei Obersüßbach im Jahr 2005 im ersten Stock des alten Schulhauses untergebracht. Aufgrund des Platzmangels zog sie dann im Jahr 2013 in das Obergeschoss des Feuerwehrhauses. Um die Bücherei kümmert sich ein neunköpfiges Team, das, wie Vorlaufer festhielt, ehrenamtlich arbeitet.

Bedeutung der Büchereien  

Über die Bedeutung einer Bücherei, zumal auf dem Land, war man sich einig: „Auch – oder gerade im Zeitalter der Digitalisierung – ist es wichtig, Kinder und Jugendliche wieder mehr an das Buch heranzuführen. Ein echtes Buch in Händen zu halten, zu lesen und zu erleben, gehört zur Entwicklung einfach dazu“, war Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, zugleich Mitglied im Fachausschuss für Wissenschaft und Kunst, überzeugt. Dafür brauche es ein enges Netz an Büchereien, die den breiten Zugang ermöglichen. Dr. Claudia Pecher hob ebenfalls die Bedeutung der vielen Büchereien hervor: Sie hätten jährlich mehr Nutzer als die Fußball-Bundesliga Zuschauer. Sie würdigte vor allem die zahlreichen Ehrenamtlichen, die wie in Obersüßbach, in den Büchereien arbeiteten.

Erstmals Bayerischer Bibliothekspreis

„Obwohl es 1.800 Büchereien und Bibliotheken in Bayern gibt, wissen viel zu wenige Bürger, was hier geleistet wird“, befand Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp. Auch deshalb habe man 2021 erstmals den mit 15.000 Euro dotierten Bayerischen Bibliothekspreis ausgeschrieben: „Er soll innovative Konzepte sichtbar machen. Ein Schwerpunkt des Preises liegt auf dem ländlichen Raum“, informierte der Abgeordnete.

Dr. Gerhard Hopp stellte den Stellenwert einer Bücherei für einen Ort und seine Bevölkerung heraus: „Sie fördern Wissen und gesellschaftliche Integration. Sie sind ein Begegnungsort. Sie sind ein Zentrum, wo man sich trifft und Bildung stattfindet. Daher war es wichtig, dass wir es – auch mit der kräftigen Unterstützung von Helmut Radlmeier – geschafft haben, dass die Büchereien inzidenzunabhängig öffnen konnten“, bekräftigte Hopp. Dieser Schritt sei eine Anerkennung, dass die Büchereien immer Anlaufstelle bleiben können, weil Lesen und Bildung gerade in der Pandemiezeit wichtiger denn je seien.

Zum Abschluss des Besuches bekam die Bücherei neuen Lesestoff: Denn Claudia Pecher war auch in ihrer Funktion als Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur vor Ort und überreichte mehrere Neuerscheinungen aus der Kinder- und Jugendliteratur. Dr. Gerhard Hopp übergab eine Ausgabe seines ersten Kriminalromans „Die Akte Schleißheim“, eine wahre Geschichte verwoben mit Fiktion.