Für Stabilität bei der Energieversorgung

Weiterbetrieb von Isar 2 hilft über den Winter

02.08.2022

Zur Ortshauptversammlung der CSU Winklsaß in Schaltdorf begrüßte der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Winklsaß Christian Hüttner alle anwesenden Mitglieder. Ein besonderer Gruß ging an die Gastreferenten Bezirksrätin Martina Hammerl und MdL Helmut Radlmeier.  

Nach Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten in die Delegiertenversammung durfte Vorsitzender Hüttner Herrn Josef Bendlander  zur 55-jährigen CSU-Mitgliedschaft gratulieren und überreichte eine Urkunde mit den besten Glückwünschen.
Anschließend übergab er das Wort an die Gastrefereten. Bezirksrätin Martina Hammerl berichtete über die medizinische Versorgung der Bezirkseinrichtungen und verwies auf die Problematik mit der Personalrichtlinie Psychosomatik und Psychiatrie (PPP-RL) Die Anwendung der aktuell gültigen Richtlinie, dass der Bezirk mit millionenschweren Strafzahlungen rechnen muss, wenn Mitarbeiter kurzfristig erkranken und damit nicht ausreichend Personal zu jeder Zeit vorgehalten werden kann.

„Die Anwendung dieser Richtlinie wäre eine Katastrophe für die Patienten in Niederbayern. In den vergangenen Jahren haben wir alles dafür getan, die wohnortnahe Versorgung psychisch Kranker auszubauen. Die Gründung von vier psychiatrischen Institutsambulanzen in Niederbayern hat dies deutlich verbessert. Wenn durch die PPP-RL nun Einrichtungen gefährdet sind und sogar geschlossen werden müssten, sorgt dies dafür, dass die Menschen wieder schlechter versorgt werden, schwerer erkranken und länger auf eine Behandlung warten müssen“, unterstreicht CSU-Fraktionschefin Hammerl. „Wir können den gemeinsamen Bundesausschuss nur auffordern, die Richtlinie grundsätzlich zu überarbeiten. Lediglich die Sanktionen um ein Jahr zu verschieben, löst keinerlei Probleme“, unterstreicht Hammerl.

Helmut Radlmeier sprach sich in seinem Beitrag für den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Isar 2 über den Winter hinaus aus: „Atomkraft ist keine Dauerlösung. Aber in dieser kritischen Zeit kann Isar 2 seinen Beitrag leisten, dass wir über den Winter kommen“, so Radlmeier. Technisch sei ein Weiterbetrieb möglich, wie ein Gutachten des TÜV Süd belege. „Isar 2 kann bis Mitte 2023 weiter Strom produzieren. Dafür braucht man nicht einmal neue Brennstäbe“, machte Radlmeier deutlich.
Selbst über den August 2023 hinaus könnte das Kraftwerk weiterlaufen – vorausgesetzt man beschaffe neue Brennstäbe. „Berlin muss endlich handeln. Hier muss grüne Ideologie hintenanstehen“, forderte der Abgeordnete.