Die Schlagkraft bündeln

CSU/LM/JL/BfL-Fraktion im Landshuter Stadtrat und CSU-Fraktion im Kreistag für Klinikverbund

12.09.2022 | Region Landshut.
Die CSU-Kreisräte um Fraktionsvorsitzenden Florian Hölzl und die CSU-Stadträte mit Fraktionsvorsitzendem Rudolf Schnur an der Spitze sowie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier sprechen sich für das Zusammenschließen der Krankenhäuser in der Region zu ein
Die CSU-Kreisräte um Fraktionsvorsitzenden Florian Hölzl und die CSU-Stadträte mit Fraktionsvorsitzendem Rudolf Schnur an der Spitze sowie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier sprechen sich für das Zusammenschließen der Krankenhäuser in der Region zu ein

Personalmangel, wirtschaftliche Belastungen, immer neue Vorgaben: Der Druck auf die Krankenhäuser in Deutschland steigt. Die CSU/LM/JL/BfL-Fraktion im Landshuter Stadtrat und die CSU-Fraktion im Kreistag haben sich deshalb mit der Krankenhaus-Landschaft in der Region befasst. Um die Häuser zu stabilisieren und damit die Versorgung der Bevölkerung dauerhaft zu sichern, schlagen die CSU-Vertreter den Aufbau eines gemeinsamen Klinikverbundes vor.

„Für Krankenhäuser wird es immer schwieriger, zu überleben. Wer unsere Kliniken erhalten will, muss sich jetzt ernsthaft Gedanken machen und entsprechend handeln“, mahnt Helmut Radlmeier, Mitglied im Landtags-Ausschuss für Gesundheit und Pflege. Immer mehr Kommunen geben ihre Häuser an private Ketten ab – oder schließen sie gleich ganz. Dieser Trend wird sich weiter verstärken, da viele Krankenhäuser die Vorgaben, die von oben kommen, nicht mehr erfüllen können. „Privatisierung oder Schließung: Das kann bei uns niemand wollen!“, macht Radlmeier deutlich.

Gemeinsam statt getrennt


Als Ausweg sehen die CSU-Vertreter das Zusammenschließen der Krankenhäuser der Region zu einem Klinikverbund. Die Vorteile lägen auf der Hand: „Getrennt sind wir für die Zukunft zu klein. Gemeinsam aber könnten wir nicht nur den Status quo erhalten, sondern das Behandlungsangebot ausbauen“, betont Radlmeier. „In einem Klinikverbund spezialisiert sich jedes Krankenhaus auf bestimmte Bereiche. Das schafft größere, effizientere Einheiten in den Kliniken und sichert damit auch kleinere Standorte wie etwa Rottenburg und Vilsbiburg dauerhaft“, erläutert Florian Hölzl, Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion. „Ein Zusammenschluss wäre auch ein klares Signal an die Belegschaft: Wir stellen uns zukunftssicher auf, die Arbeitsplätze bleiben also erhalten! Damit wäre man zudem attraktiv für potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von außerhalb“, führt Rudolf Schnur, Vorsitzender der CSU/LM/JL/BfL-Fraktion im Landshuter Stadtrat, aus und verwies auf den die Zusammenarbeit bejahenden Plenarbeschluss des Landshuter Stadtrates vom Januar 2020.

Viele Vorteile


Attraktiver und sicherer Arbeitsplatz, bessere Auslastung der Standorte und Geräte, abgestimmte Investitionen sind nur einige der Vorteile, die ein Klinikverbund bietet, wie bereits etablierte Verbünde zeigen. Der Weg dahin sei natürlich weit, sind sich die Fraktionen bewusst. Allerdings müsse jetzt der erste Schritt gemacht werden.
Das Zeitfenster für den Aufbau eines Klinikverbundes erscheint günstig: Stadt und Landkreis wollen das Kinderkrankenhaus St. Marien übernehmen. Sie gründen dafür ein gemeinsames Kommunalunternehmen. Dieser Schritt könnte die Grundlage für den neuen Landshuter Klinikverbund sein, hoffen die CSU-Vertreter.
Dazu brauche es Mut und langem Atem, so die CSU-Fraktionen. „Wir sind bereit, beides einzubringen. Die bestmögliche medizinische Versorgung der Bevölkerung in Stadt und Landkreis Landshut ist das Ziel. Deshalb werben wir für einen Klinikverbund und hoffen, dass diese richtungsweisende Entscheidung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger eine breite Unterstützung bei allen Entscheidungsträgern findet“, bekräftigen Radlmeier, Schnur und Hölzl.